Starkes Derby, klare Entwicklung – nur die Belohnung fehlt
Ein intensives Derby endet 1:1 – doch der ASV Edigheim zeigte über weite Strecken die stärkere Leistung und einen klaren Schritt nach vorne. Zahlreiche Großchancen, Aluminiumtreffer und ein überragender gegnerischer Torhüter verhinderten den verdienten Sieg. Vor allem spielerisch, körperlich und mental war eine deutliche Entwicklung zu erkennen.

Derby-Recap: Entwicklung sichtbar – nur die Tore fehlen
Das Derby zwischen dem ASV Edigheim und dem BSC Oppau endete mit einem 1:1-Unentschieden. Betrachtet man jedoch den gesamten Spielverlauf, bleibt vor allem eine Erkenntnis hängen: Diese Mannschaft hat einen deutlichen Schritt nach vorne gemacht.
Von Beginn an war zu erkennen, dass wir dieses Derby unbedingt annehmen wollten. Wir waren präsent, aggressiv in den Zweikämpfen, läuferisch stark und über weite Strecken die klar bessere Mannschaft. Im Vergleich zur vorherigen Partie war eine deutliche Entwicklung zu sehen – spielerisch, körperlich und vor allem mental.
Die Trainingswoche hat offensichtlich Wirkung gezeigt. Viele Dinge, die zuletzt angesprochen und eingefordert wurden, waren auf dem Platz plötzlich sichtbar. Die Mannschaft wirkte wacher, geschlossener und wesentlich klarer in ihren Aktionen. Auch körperlich hatten wir gerade mit zunehmender Spielzeit Vorteile und konnten das Tempo über weite Strecken hochhalten.
Dass es am Ende dennoch nur zu einem Punkt gereicht hat, lag vor allem an einem Thema: der Chancenverwertung.
Wir haben uns eine Vielzahl hochkarätiger Möglichkeiten herausgespielt. Mehrere davon waren hundertprozentig, hinzu kamen zwei Lattentreffer und ein Pfostenschuss. Eigentlich muss dieses Spiel deutlich früher entschieden sein.
Auf der anderen Seite muss man auch anerkennen, dass der Torhüter des BSC Oppau einen außergewöhnlich starken Tag erwischt hat. Mehrfach verhinderte er mit starken Paraden einen weiteren Treffer und hielt seine Mannschaft damit im Spiel.
Auch taktisch gab es in der Startelf die eine oder andere Überraschung. Entscheidungen, die sich im Verlauf der Partie als richtig erwiesen haben. Besonders positiv war außerdem, dass sich auch die eingewechselten Spieler sofort in das Spiel eingefügt haben. Es entstand kein Bruch, sondern jeder hat versucht, seine Aufgabe anzunehmen und der Mannschaft zu helfen.
Genau darin liegt vielleicht die wichtigste Erkenntnis dieses Derbys.
Wir beginnen mehr und mehr zu verstehen, dass es nicht nur um elf Spieler geht, sondern um eine Mannschaft. Dass jeder seine Rolle hat. Dass jeder gebraucht wird. Und dass Entwicklung nur dann stattfinden kann, wenn jeder bereit ist, seinen Teil dazu beizutragen.
Natürlich darf ein 1:1 bei diesem Spielverlauf nicht unser Anspruch sein. Dafür haben wir zu viele Möglichkeiten liegen gelassen. Genau an diesem Punkt müssen wir weiterarbeiten: ruhiger vor dem Tor werden, Situationen konsequenter ausspielen und Spiele, in denen wir klar überlegen sind, auch entsprechend entscheiden.
Trotzdem darf man nach diesem Derby auch einmal festhalten:
Die Richtung stimmt.
Die Mannschaft hat innerhalb kurzer Zeit einen großen Schritt gemacht. Sie hat gezeigt, dass sie lernen kann, dass Training Wirkung zeigt und dass sie auch mental beginnt, Dinge anders anzunehmen.
Jetzt geht es darum, genau dort weiterzumachen.
Nicht zufrieden werden. Nicht stehen bleiben. Weiter lernen, weiter arbeiten und aus guten Leistungen irgendwann auch die entsprechenden Ergebnisse machen.
Denn an diesem Tag fehlte eigentlich nur eines:
die Belohnung für eine sehr starke Mannschaftsleistung.
Ein Verein – Ein Weg – Eine Vision. Königsblau seit 1905.